Ketogene Babies – Wie das Leben beginnt

Bei meinen Recherchen bin ich auf etwas Spannendes gestossen:

Babies sind vor, während und nach der Geburt in der Ketose.

Wie bitte?!

Jupp, hätte ich nie geglaubt. So oft wird uns gesagt, wir brauchen Kohlenhydrate für eine gesunde Entwicklung!

Beim Rumstöbern nach Nährwerten von Baby-Nahrung, bin ich auf eine Seite gestossen, bei der du Produkte anschauen und vergleichen kannst.

Hauptsächlich Kohlenhydrate!

Doch wie sieht der Stoffwechsel von Babies denn ursprünglich aus?

Vorweg muss ich sagen, dass es wenige Studien und wenig Forschung bei Gesunden zur ketogenen Ernährung gibt.

Einen Grund dazu kann man hier lesen:

Die ketogene Diät wird noch immer angeschaut als letzte Instanz der Therapie bei Epilepsie in der Kindheit und ausdrücklich unsicher und schwierig einzuführen und zu erhalten bei Neugeborenen und Säuglingen.

Tönt doch echt abweisend.

Doch die Forscher schreiben weiter:

Es werden Informationen präsentiert, die zeigen, dass die ketogene Ernährung in diesem Alter sicher und effektiv ist und sollte sorgfältig untersucht werden, um den wahren Nutzen als Erst- oder Früh-Therapie bei frühkindlicher Epilepsie festzustellen.

Kurz: Man denkt immer noch, Keto sei schwierig und schlecht. Hier sind Infos, dass das nicht so ist.

Einige Fakten zu Babies und Ketose:

Somit haben Neugeborenen die besten Voraussetzungen neben Zucker auch Fett zu Energie zu verwerten. Besser als Erwachsene.

Wozu der Säugling das Fett braucht

Einerseits ganz klar als Energie. Energie, die er sehr leicht in Form der Ketone einsetzen kann.

Andererseits als gespeicherte Energie, die verbraucht werden kann, wenn kein Essen vorhanden ist.

Interessant: Bei Neugeborenen würden die Zuckerreserven etwa einen Tag ausreichen, Protein als Energiespeicher etwas länger, aber die 500g Fett, mit der ein Baby normalerweise geboren wird? Die reichen notfalls drei Wochen!

Und zu guter Letzt als Baustein für das Gehirn. Vor allem die Omega-3 Fettsäuren, welche aus Fisch und Algen gewonnen werden können.

Wir wissen also jetzt, dass Babies das Fett brauchen und brauchen können, also darauf angewiesen sind und es verwenden können.

Und was machen wir?

Danach stopfen wir unsere Säuglinge und ehemaligen Säuglingen mit fettreduzierter und vorwiegend zuckerhaltiger Babynahrung zu.

Hoffentlich nicht!

Doch die gekaufte Babynahrung ist wirklich übersüsst und unterfettet. Schau es dir gerne selbst an!

Und das steht völlig im Einklang mit der Diät-Verordnung (Siehe Punkt 3.2).

So ist es wahrscheinlich sinnvoller, Babybreie selber herzustellen und zu kochen, und diese auch mit genügend Fett zu versetzen.

Wahrscheinlich sogar Kokosfett, da dessen Fettsäuren besser und schneller zu Ketonen verarbeitet werden können.

Und schlussendlich stellt sich die Frage:

Ist Säugen besser als Babynahrung?

Dazu gibt es verschiedene Studien, die zu verschiedenen Schlüssen kommen.

Denn: Die meisten Studien weisen Störfaktoren auf, die die Resultate verfälschen, so kann man sich nicht darauf verlassen.

Es gibt aber einige Studien, die, wenn die Störfaktoren herausgerechnet werden, Vorteile des Säugens hervorheben. So zum Beispiel höherer IQ, sprachliche und nicht-sprachliche Intelligenz, verbesserte geistige Entwicklung, weniger Allergien und Asthma, weniger Diabetes und Epilepsie in der Kindheit.

Ich denke, vermute, nehme ganz stark an, dass wenn Säugen nicht gesund wäre, dass sich das menschliche und vor allem das frühkindliche Gehirn nie so weit entwickeln hätte können.

Somit: Säugen ist gesund. Besser als Babynahrung. Und noch besser, wenn die Mutter sich gesund ernährt. Punkt.

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