Die Keto-Grippe und andere Nebenwirkungen beim Einstieg in die Ketose

Du hast also angefangen dich ketogen zu ernähren.

Und dein Körper muss sich darauf einstellen.

Und zwingst deinen Körper, sich darauf einzustellen. Dieser aber versucht im Sinne der Homöostase, dem Gleich-Zustand, der Veränderung entgegen zu wirken.

Doch dein Körper, wie so vieles in der Natur unterliegt dem Prinzip der Homöostase (Homo- = gleich, -stase = Stand).

Das Prinzip des Gleichstandes besagt, dass ein Organismus versucht, seinen jetzigen Zustand zu erhalten.

Das heisst, dein Körper will so bleiben, wie er ist.

Und somit wirkt er subtilen und drastischen Veränderungen entgegen.

Und die Ketose ist eine drastische Veränderung. Denn es verändern sich einige Dinge in deinem Körper. Innerhalb von kurzer Zeit. Auf drastische Art und Weise.

Die Veränderungen im Körper


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1. Gehirn
2. Wasserhaushalt
3. Darm
4. Fett

Denn vier Dinge müssen sich hauptsächlich anpassen. Und die sträuben sich vorert: Dein Gehirn, dein Wasserhaushalt und dein Darm. Und schliesslich, und das ist für viele das Ziel, das Fett.

Über das Gehirn

Dein Gehirn ist sich dein ganzes Leben lang gewöhnt, Zucker zu Energie zu verwandeln.

Dein ganzes Leben? Nicht ganz. Babies und ihre Gehirne gewinnen ihre Energie durch Ketose, aber dazu später mehr. Wieder zurück zum Thema:

Nun kriegt es keine Kohlenhydrate, kein Zucker und Panik steigt auf. Nicht nur, wiel deinem Gehirn der Energielieferant “fehlt”, sondern auch weil die ganze Reizleitung dadurch durcheinander gebracht wird.

Also versucht dein Gehirn den Energiemangel zu verkraften, indem er auf Sparflamme geht, dir sagt, er brauche Kohlenhydrate und du unheimlichen Appetit auf Kohlenhydraten kriegst.

Neben der Tatsache, dass du dank der Keto-Grippe nicht mehr klar denken kannst.

Aber wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, hilft es, wenn du dein Gehirn mit ausreichend Treibstoff, also Ketonen versorgst. Und das machst du mit Kokosöl.

Über den Wasserhaushalt

Du isst kaum mehr Kohlenhydrate. Dein Körper verbraucht die Kohlelnhydrate, die er in Form von Glycogen gespeichert hat. Glycogen bindet Wasser. Kein Glycogen mehr da, das das Wasser bindet: Das Wasser muss raus. Du pinkelst viel. Du pinkelst auch Salze aus.

Nur: Dein Körper braucht Salze. Salze wie unser Kochsalz, aber auch Magnesium, Calcium, Kalium und all die anderen Spurenelemente. Denn ohne diese Salze läuft dein Körper nicht mehr rund: Die Reizleitung funktioniert nicht richtig, dein Gehirn kann nicht mehr so effizient mit den Muskeln kommunizieren, deine Muskeln selbst krampfen, du fühlst dich schlapp.

Und das, oh, welch Überraschung, ist schlecht.

Wie kannst du das verhindern? Indem dass du dir jeden Tag Elektrolyten ins Getränk mischst. Einige empfehlen zu jedem Glas Wasser ein Teelöffel Kochsalz, aber… juck!

Eine etwas leckerere Alternative wäre, dass du Bouillon (ausserhalb der Schweiz bekannt als Brühe) trinkst. Hühnerbrühe, Rinderbrühe, Gemüsebrühe, sowas in der Art. Einfach salzig muss sie sein.

Der Wasserverlust bringt auch einen tollen Vorteil: Du verlierst anfangs viel Gewicht und siehst sofort definierter aus.

Ausser du bist eine Frau. Dann leider weniger. Warum? Bei Frauen verändern sich die Wassereinlagerungen gemäss ihrem Zyklus. Doch das sollte keine Frau davon abhalten, Keto für sich auszuprobieren.

Über deinen Darm

Und zum Schluss: In deinem Darm bricht Krieg aus! Die alten Herrscher werden abgesetzt, der Wind des Wechsels bläst! Viva la Revólucion!!!

Räusper.

In deinem, wie auch in meinem Darm gibt es Bakterien, die Kohlenhydrate, Fette, Proteine oder beides oder ganz was anderes verwerten und benötigen um zu überleben.

Die Darmbakterien, die bis vor Keto deine Kohlenhydrate verwertet haben, kriegen keine mehr und verhungern. Die Fettverwerter reagieren aber noch nicht schnell genug und müssen sich erst noch ausbreiten.

Das heisst, nicht nur arbeitet dein Darm noch nicht so effizient wie möglich, was Energiemangel zur Folge haben kann. Nein, da drin fand ein bakterieller Genozid statt! Milliarden toter Bakterien, die langsam in dir verrotten. Lecker.

Diese Leichen müssen schnellstmöglich entsorgt werden. Und das wiederum kann zu Durchfall führen. Wenns passiert, musst du da durch, aber das geht vorbei, sobald sich deine Darmflora darauf eingestellt hat. Das dauert im Normalfall nur wenige Tage.

Was sich aber ziemlich permanent ändert, ist die Häufigkeit, wie oft du aufs Klo musst. Nicht pullern, das musst du öfter oder gleich oft, da du weniger Wasser einspeicherst.

Nein, kacken. Ich meine… stuhlen. Gross.

Auch mit genügend Ballaststoffen musst du nicht mehr so häufig. Aber sobald du dich daran gewöhnt hast, ist auch das keine Sache mehr.

Solltest du aber eine ganze Woche oder länger nicht können, würde ich mir etwas Darmtätigkeitanregendes verschaffen.

Und zu guter Letzt:

Über dein Fett

Deinem Fett gehts an den Kragen.

Doch vorerst will dein Körper daran festhalten, klar, ist auch seine Lebensversicherung. Vor allem, weil es für deinen Körper sich so anfühlt, als wäre er am verhungern.

Weitere Kleinigkeiten


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1. Dein Atem
2. Dein Urin

Neben all den grossen Veränderungen finden auch Kleinigkeiten statt: So werden anfangs noch Ketone von deinem Körper nicht zu hundert Prozent verwertet, sondern auch ausgeschieden.

Und das riechst du.

Dein Atem

Einerseits werden Ketone über deinen Atem ausgeschieden. Und das tönt widerlicher, als es ist.

Ob du willst oder nicht, das ist dir schon unzählige Male passiert: Morgens riecht dein Atem nach Farbverdünner. Oder Metall.

Doch nicht nur dein Atem riecht komisch:

Dein Urin

Du pinkelst Säure. Konzentrierte, angereicherte Batteriesäure.

Jedenfalls riechts anfangs so.

Doch auch das sind nur die Ketone, die du ausscheidest. Interessanterweise pinkelst und atmest du deine verbrauchten Fettvorräte aus.

Zusätzlich kannst du mit KetoStix im Urin messen, ob du in Ketose bist.

Du kannst auch den Geruch deines Atems und deines Urins als Anzeichen dafür nehmen, ob du in Ketose bist.

Doch das ändert sich, sobald dein Körper Ketone effizienter verbrennt. Dann riechst du weniger und die KetoStix zeigen dir geringere bis gar keine Ketone mehr im Urin an.

Schlussendlich…

…sind die meisten Veränderungen in deinem Körper nur von kurzer Dauer:

  • Dein Gehirn funktioniert schnell nicht nur normal, sondern besser
  • Deine Darmflora passt sich den neuen Gegebenheiten an
  • Du trinkst genug und dein Wasserhaushalt normalisiert sich
  • Dein Atem und dein Urin riechen bald wieder normal

Die einzigen zwei bleibenden Veränderungen, die du feststellen wirst, sind die Häufigkeit des Aufsklogehens und der Fettverlust. Die beiden Dinge bleiben, und das sicherlich, solange du in Ketose bist.

Danach kann ich dir leider nicht mit Erfahrungen dienen, da ich noch immer in Ketose bin.

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